Wir haben mal wieder eine Küchenmaschine getestet. Dieses Mal ist es die neue Bosch Küchenmaschine Serie 6 mit einer Leistung von 1.600 Watt. Wie sie sich in unserem Test geschlagen hat und ob sie uns überzeugen konnte, verrät der folgende Testbericht.

Wir schauen uns im Praxistest der Küchenmaschine als erstes das im Lieferumfang integrierte Zubehör an. Der Umfang unterscheidet sich nach Ausführung. Wir haben die Ausführung MUMS6ZS13D. 

Integriertes Zubehör bei der Variante MUMS6ZS13D

  • Ein Deckel (Spritzschutz)
  • Ein Durchlaufschnitzler
  • Eine Edelstahl-Rührschüssel
  • Eine Raspelwendescheibe grob/fein
  • Eine Reibscheibe fein
  • Eine Schneidwendescheibe dick/dünn,
  • Ein Professional Knethaken
  • Ein Professional Schlagbesen
  • Ein Professional Flexi- Rührbesen

Zusätzliches Zubehör

Je nach Variante hat die Küchenmaschine Serie 6 vom Start weg etwas mehr oder weniger Zubehör inkludiert. Darüber hinaus gibt es noch weiteres Zubehör, wie zum Beispiel die Getreidemühle, einen Fleischwolf oder ein Pasta-Set. Die Maschine hat zwei Anschlüsse, an die das Zubehör montiert werden kann. Was uns besonders gut gefallen hat, ist, dass die Anschlüsse farblich gekennzeichnet sind. Die Anschlüsse befinden sich hinten und oben am Rührarm. Der hintere Anschluss ist rot gekennzeichnet, der obere Anschluss ist gelb. Diese Markierungen befinden sich auch auf den Zubehörteilen. So wird sichergestellt, dass das Zubehör immer mit dem passenden Anschluss verbunden wird.

Unser erster Eindruck

Vor dem Praxistest haben wir uns einen ersten Eindruck von der Küchenmaschine verschafft. Die Edelstahlschüssel hat ein Fassungsvermögen von 5,5 Litern. Sie ist links und rechts mit Griffen ausgestattet und lässt sich leicht in der Maschine arretieren.

Der Spritzschutz wird nicht auf der Schüssel, sondern am Rührarm befestigt. Er lässt sich leicht anbringen und abnehmen, sitzt fest und klappert nicht. Um den Rührarm zu bewegen, ist links ein großer Arretierknopf vorhanden. Der Arm klappt auf Knopfdruck nach oben, er kann jedoch auch ganz nach unten gestellt werden, um den hinteren Anschluss, der sich dann oben befindet, zu nutzen. Zum Auswerfen der Rührelemente ist ebenfalls ein Knopf vorhanden. Das Einsetzen und Auswerfen der Rührelemente funktioniert hervorragend. Auch die Raspelwende-, Reib- und Schneidwendescheiben des Durchlaufschnitzlers haben wir versuchsweise eingesetzt. Alle Teile lassen sich schnell und einfach montieren und alles passt perfekt ineinander. 

Damit machte die Maschine einen sehr guten ersten Eindruck auf uns. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Haptik ist angenehm und die Maschine steht mit ihrem Gewicht von 10 Kilogramm und auch dank der Saugnäpfe stabil auf der Arbeitsplatte. Alles passt perfekt ineinander und alle Einrastungen funktionieren ohne Probleme.

Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz, denn in einer falschen Position, beispielsweise mit hochgeklapptem Arm, lässt sich die Maschine gar nicht erst einschalten. Das ist insbesondere wichtig für Haushalte mit kleinen Kindern, kann aber generell helfen, Unfälle zu vermeiden.

Neuartige Bedienung mit Touchscreen 

Ebenso gut haben uns die Bedienelemente gefallen. Bosch hat die Küchenmaschine Serie 6 nämlich unter anderem mit einem kleinen Display mit Touchscreen ausgestattet, welches sich auf der rechten Seite befindet. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Die Maschine bietet mehrere sensorgesteuerte Automatikprogramme, darunter Programme für Hefeteige, Schlagsahne und Rührteige. Die Programme werden am Display eingestellt, optional lässt sich die Maschine über das Drehrad manuell steuern.

Unser Praxistest

Nachdem wir uns einen ersten Eindruck von der Maschine verschafft haben, beginnen wir mit unserem Praxistest. Wir wollen wissen, wie sich die Maschine den verschiedenen Anforderungen stellt. Dazu lassen wir sie einen schweren Hefeteig sowie einen leichteren Rührteig herstellen und im letzten Test muss sie ihre Fähigkeiten beim Sahneschlagen unter Beweis stellen.

Der erste Praxistest: Hefeteig

In unserem ersten Praxistest soll die Bosch Küchenmaschine Serie 6 einen schweren Hefeteig herstellen. Hefeteig von bis zu 3 Kilogramm soll die Maschine verarbeiten können. Wir entscheiden uns in unserem Test für einen Hefeteig mit 1.000 Gramm Mehl. Für die 5,5 Liter fassende Schüssel war diese Teigmenge gar kein Problem. Wir setzen den Knethaken ein und geben alle Zutaten in die Schüssel. Dann stellen wir am Display das Automatikprogramm für Hefeteig ein. Die Maschine beginnt zu arbeiten und wir können beobachten, wie die Teigzutaten von dem 3D planetarischen Rührsystem gründlich miteinander vermengt werden. Der Knethaken ist ebenso wie die Knetbewegungen perfekt an die Schüssel angepasst und es bleiben keinerlei Reste an der Schüsselwand übrig. Wir waren positiv überrascht, wie gründlich die Maschine den Teig knetet. Die Teigmenge bereitete der Maschine ebenfalls keine Probleme, wir hatten den Eindruck, dass sie mit 1.000 Gramm Mehl noch längst nicht an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stößt. Der Motor hat eine Kühlung, sodass auch längeres Kneten nicht zu einer Überhitzung führen soll.

Automatische Teigruhe

Das Hefeteigprogramm bietet eine Besonderheit, die uns sehr gut gefallen hat und die bestimmt auch alle Hobby-Brotbäcker begeistern wird. Nach dem ersten Kneten stoppt die Maschine automatisch und lässt den Teig für 15 Minuten gehen. Die Gehzeit wird im Display angezeigt. Nach den 15 Minuten wird der Teig noch einmal geknetet. Ein akustisches Signal informiert über das Programmende.

Das Ergebnis

Das Ergebnis nach dem zweiten Kneten gefällt uns sehr gut. Es sind keinerlei Rückstände in der Schüssel zu sehen, die Wände sind komplett sauber und alle Zutaten wurden perfekt miteinander vermischt. Der Teig hat nicht zuletzt wegen der Teigruhe mit einem anschließenden zweiten Kneten eine sehr gute Konsistenz. Auch die Bedienung, das sensorgesteuerte Automatikprogramm und die Informationen im Display haben uns hervorragend gefallen. Den ersten Praxistest hat die Maschine mit Bravour bestanden.

Der zweite Praxistest: Kuchenteig

In unserem zweiten Praxistest haben wir einen Rühr- beziehungsweise Kuchenteig zubereitet. Dazu haben wir den Flexi-Rührbesen eingesetzt und die Zutaten in die Schüssel gegeben. Dieses Mal haben wir bewusst den manuellen Modus genutzt, obwohl ein Automatikprogramm für Rührteige vorhanden ist. Wir wollten jedoch schauen, wie sich die Maschine im manuellen Modus bedienen lässt.

Dank des 3D Planetary Mixings bewegt sich der Flexi-Rührbesen bis zum Schüsselrand und alle Zutaten werden sauber vermischt. Wir haben im manuellen Modus auf einer geringen Stufe angefangen und den Teig dann auf Stufe 3 gründlich durchrühren lassen. Die Einstellungen über den Drehknopf sind einfach und auf dem Display werden die Rührzeit und die gewählte Stufe angegeben.

Das Ergebnis

Auch mit dem Kuchenteig waren wir sehr zufrieden. Der Flexi-Rührbesen erreicht auch die Wände der Schüssel und alle Zutaten werden sauber und gründlich miteinander vermischt. Den zweiten Praxistest hat die Küchenmaschine damit ebenfalls bestanden.

Der dritte Praxistest: Schlagsahne

Im dritten und letzten Praxistest haben wir die Maschine Schlagsahne schlagen lassen. Dazu haben wir das Automatikprogramm „Sahne“ genutzt. Hier kommt ein weiterer Vorteil der Maschine zum Tragen, den wir bisher noch nicht erwähnt haben. Die Maschine hat eine eingebaute Waage, mit der sich Zutaten direkt in der Schüssel abwiegen lassen. Für unsere Schlagsahne hat das den Vorteil, dass die Maschine die eingefüllte Menge an Schlagsahne abwiegt und das Automatikprogramm an den Wert anpasst.

Wir haben den sehr großen Schlagbesen angebracht und zwei Päckchen Schlagsahne in die Rührschüssel gefüllt. Danach haben wir das Automatikprogramm für Sahne gestartet. Im Praxistest arbeiten wir immer ohne den Spritzschutz, damit wir sehen können, wie sich die Maschine verhält. Auch ohne Spritzschutz arbeitete die Maschine sauber und wir hatten keine Sahnespritzer auf der Arbeitsplatte. Mit dem großen Schlagbesen, der fast die ganze Schüssel ausfüllt, war die Arbeit sehr schnell erledigt und das Automatikprogramm stoppte genau zum richtigen Zeitpunkt. 

Das Ergebnis

Die Sahne war dank des Automatikprogramms perfekt geschlagen. Damit hat die Maschine auch den dritten Praxistest bestanden.

Unser Fazit

Die neue Bosch Küchenmaschine Serie 6 hat uns im Praxistest sehr gut gefallen. Sowohl die sensorgesteuerten Automatikprogramme als auch die insgesamt sehr gute Leistung der Maschine haben uns überzeugt. Weitere Pluspunkte sind die einfache Bedienung, die zusätzlichen Anschlüsse und die Erweiterbarkeit durch separat erhältliches Zubehör. Die große Rührschüssel mit ihrem Fassungsvermögen von 5,5 Litern bietet auch für ambitionierte Küchenprojekte ausreichend Platz.

In unseren Praxistest zeigte sich die Maschine als vielseitiger und zuverlässiger Küchenhelfer. Sowohl leichte Rührteige als auch schwere Hefeteige gelangen perfekt und alle Zutaten wurden optimal miteinander vermischt. Der große Schlagbesen ist sehr gut zum Sahneschlagen geeignet, aber auch für andere Arbeiten, die regelmäßig in der Küche anfallen, wie das Aufschlagen von Eiern oder die Zubereitung von Eischnee (für Eischnee gibt es übrigens auch ein Automatikprogramm).

Von uns bei Teigwelt gibt es für die Bosch Küchenmaschine Serie 6 daher definitiv einen Daumen nach oben.

Letzte Aktualisierung am 5.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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