Küchenwaagen sind unverzichtbare Küchenutensilien und werden zum Backen und Kochen benötigt. Mit einer Küchenwaage lassen sich Zutaten präzise wiegen und auf das Gramm genau abmessen. Im nachfolgenden Ratgeberartikel stellen wir die verschiedenen Bauformen vor, beantworten die wichtigsten Fragen und erklären, worauf Käufer achten müssen. 

Unser Praxistest


ProduktVorteileNachteileKaufenErgebnis
Soehnle Page Comfort 300 slimHohes Zulässiges Gesamtgewicht, schnelle Reaktion, einfache Bedienung, gute Standfestigkeit, große Auflageflächekleine Ungenauigkeit im Gramm-BereichShop5 out of 5 stars (5 / 5)
Amazon Basics Digitale KüchenwaagePreis-Leistung, Genau, einfache Bedienungleicht wacklig, kleine AuflageflächeShop5 out of 5 stars (5 / 5)
Feinwaage ReteckSehr genau, für kleinste Mengen gutwenig Gesamtmasse möglichShop4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Rosenstein & Söhne LöffelwaageGute Genauigkeit, nimmt sehr wenig Platz weg, praktisch in der Benutzung.Wenig Volumen möglichShop4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
ADORIC DigitalwaagePreis-Leistung, Genau, einfache Bedienungleicht wacklig, kleine AuflageflächeShop4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Analoge Retro-KüchenwaageSehr gute Optik, genaue MessergebnisseNicht geeignet für große und schwere Schüsseln, ungenaue SkalaShop4 out of 5 stars (4 / 5)

Welche Bauformen gibt es und wie unterscheiden sich diese voneinander?

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts dominierte die Balkenwaage als Bauform. Kurze Zeit später kamen die preiswerteren Federwaagen zum Einsatz. Zum Ende des Jahrhunderts wurden vermehrt Diätwaagen angeboten. Die heutigen Küchenwaagen lassen sich grundlegend in 4 Bauformen unterteilen:

Feinwaage

Mit Feinwaagen lassen sich äußerst präzise Messungen durchführen. Die Waagen sind verhältnismäßig klein und können problemlos in einem Schrank verstaut werden. Je präziser die Skalierung, desto teurer ist eine Feinwaage.

Löffelwaage

Diese Küchenwaagen erinnern von der Bauform her an einen Löffel, arbeiten meist digital, lassen sich einfach benutzen und liefern exakte Messergebnisse. Aufgrund der kompakten Form lassen sich größere Mengen mit einer Löffelwaage nicht wiegen. 

Wandküchenwaage

Wandküchenwaagen arbeiten entweder analog oder digital, werden platzsparend an einer Wand befestigt und haben oft ein nostalgisches Design. Aufgrund der Wandmontage ist eine flexible Verwendung nicht möglich. 

Retro-Küchenwaage

Retro-Küchenwaagen arbeiten analog, sind den klassischen Modellen nachempfunden und haben einen Wiegeteller. Aufgrund der analogen Anzeige kann es zu Ungenauigkeiten kommen. 

Die verschiedenen Bauformen lassen sich in analoge (mechanische) Küchenwaagen und digitale (elektronische) Küchenwaagen unterteilen. Erfahrungsgemäß dominieren die digitalen Modelle den Handel. Analoge und digitale Küchenwaagen unterscheiden sich in mehreren Punkten voneinander. 

Digitale Küchenwaagen – Vor- und Nachteile: 

  • sind kompakt und lassen sich platzsparend verstauen
  • setzen sich nach dem Einschalten automatisch auf 0
  • arbeiten sehr präzise und messen meist auf ein Gramm genau
  • lassen sich einfach bedienen
  • haben ein modernes Design
  • können mit verschiedenen Gewichtseinheiten arbeiten
  • haben ein gut ablesbares Digital-Display
  • lassen sich einfach reinigen
  • werden zu günstigen Preisen angeboten
  • bei niedrigeren Gewichten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen
  • es werden Batterien für den Betrieb benötigt
  • digitale Küchenwaagen sind recht empfindlich und haben oft eine fragile Glasoberfläche

Analoge Küchenwaagen – Vor- und Nachteile: 

  • haben ein ansprechendes Design
  • benötigen für den Betrieb keine Batterien
  • sind in der Regel besonders stabil und weniger empfindlich
  • analoge Küchenwaagen sind nicht so kompakt wie digitale Modelle und benötigen mehr Platz
  • mechanische Modelle haben eine etwas ungenauere Skala (meist in 20-Gramm-Schritten)
  • die analoge Anzeige lässt sich nicht so leicht ablesen wie eine digitale Anzeige

Was sind die wichtigsten Funktionen einer Küchenwaage?

Zuwiegefunktion: Mithilfe der Tara-Taste stellen die Nutzer ihre digitale Küchenwaage auf 0.

Analoges Einstellrad: Mithilfe eines mechanischen Rädchen (Pendant zur Tara-Taste) werden analoge Waagen auf 0 gestellt.

Timer-Funktion: Nach Ablauf der Zeit gibt die (digitale) Küchenwaage ein akustisches Signal von sich.

Hold-Funktion: Speichert das Gewicht des letzten Wiegevorgangs. 

Flüssigkeitsmesser: Nutzer können verschiedene Flüssigkeiten auswählen. Die Küchenwaage rechnet das Gewicht dann automatisch in ml um.

Uhrzeit-Anzeige: Die Waage zeigt die Uhrzeit auf ihrem Display an. 

Automatische Abschaltung: Die Küchenwaage schaltet sich nach Inaktivität automatisch ab. 

Worauf sollten Käufer beim Kauf einer Küchenwaage achten?

Eine gute Küchenwaage sollte so präzise als möglich messen und sich einfach und intuitiv bedienen lassen. Darüber hinaus sollte der praktische Küchenhelfer reaktionsschnell sein und eine gut ablesbare Anzeige besitzen. Digitale Küchenwaagen punkten mit einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit und sind nach dem Einschalten sofort betriebsbereit. Ein digitales Display lässt sich leichter ablesen als eine analoge Anzeige. Unabhängig von der Art der Küchenwaage sollten die Käufer auf eine tadellose Verarbeitung und auf ein robustes sowie rutschfestes Design achten. Besonders empfehlenswert sind Modelle mit Anti-Rutsch-Füßen. 

Die maximale Traglast spielt ebenfalls eine Rolle und liegt zwischen 3 und 20 Kilogramm. Digitale Küchenwaagen messen auf das Gramm genau bis zu einer Traglast von 5 Kilogramm. Einige Modelle wiegen sogar bis zu 10 oder 20 Kilogramm. Darüber hinaus gibt es Präzisionsmodelle für sehr leichte Zutaten. Diese haben eine geringe Traglast und zeigen das Gewicht bis auf ein zehntel oder halbes Gramm genau an. 

Die meisten Küchenwaagen arbeiten sowohl mit metrischen als auch mit angelsächsischen Einheiten. Einige Modelle zeigen zusätzlich die Einheit Milliliter an, doch dies sollte beim Kauf keine große Rolle spielen. 1ml Wasser wiegt ganz genau 1g. Nur bei Milch und anderen Flüssigkeiten gibt es geringfügige Unterschiede. Viel wichtiger ist die Tara-Funktion. Je nach Modell wird sie entweder manuell per Knopfdruck oder automatisch nach dem Einschalten aktiviert. Einige Küchenwaagen haben noch weitere Funktionen wie eine Temperaturanzeige. Leider wird nicht die Temperatur der Zutaten, sondern die Außentemperatur angezeigt und somit kann diese Funktion vernachlässigt werden.  

Bei einer digitalen Küchenwaage sollten die Käufer auf die Art der verwendeten Batterien achten. Aus Kostengründen setzen viele preiswerte Modelle auf Knopfbatterien, doch diese sind teuer und umständlich. Deutlich besser geeignet und nutzerfreundlicher sind Küchenwaagen, die mit preiswerten und ausdauernden AA- oder AAA-Batterien betrieben werden. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn sich die Küchenwaage einfach und schnell reinigen lässt. Digitale Modelle mit einer Wiegefläche aus Glas sind diesbezüglich besonders empfehlenswert. Nach Möglichkeit sollte sich zwischen der Basis und dem Wiegeteller kein Schlitz befinden. In diesem sammelt sich mit der Zeit Schmutz an und dieser lässt sich nur schwer entfernen. 

Fragen & Antworten

Was kostet eine Küchenwaage?

Analoge und digitale Küchenwaagen werden sowohl im Internet als auch im Fach- sowie Einzelhandel zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Analoge Modelle kosten zwischen 8 und 80 Euro. Elektronische Küchenwaagen sind ab rund 6 Euro im Handel erhältlich und können bis zu 130 Euro kosten. 

Welches sind die bekanntesten Hersteller von Küchenwaagen?

Analoge und digitale Küchenwaagen werden von vielen namhaften Unternehmen und zahlreichen unbekannteren Produzenten hergestellt. Zu den bekanntesten Herstellern in Deutschland zählen WMF, Soehnle, Beurer, Liebfeld, Karcher, Lafer und Ada. Weitere beliebte Hersteller sind Accuweight, Adoric, Etekcity, NBPower und AmazonBasics. 

Wie justiere ich eine Küchenwaage?

Mithilfe einer Justierung lässt sich der Messbereich einer analogen Küchenwaage anpassen. Dadurch wird sichergestellt, dass der markierte Messpunkt und das angezeigte Gewicht übereinstimmen. Der Zeiger wird in der Regel über ein kleines Stellrad verändert, sodass er ohne ausgelegtes Gewicht genau 0 kg anzeigt. Bei einer digitalen Küchenwaage ist eine Justierung nicht nötig bzw. möglich. Sollte die Waage ungenau sein, kann sie mithilfe von 2 Referenzgewichten und der Tara-Funktion neu kalibriert werden. 

Wie funktioniert eine Küchenwaage?

Im Inneren der Küchenwaage befindet sich ein winziges Metallstück (Wägezelle genannt) aus Stahl oder Aluminium. Auf der Wägezelle sind hauchdünne Drähte (Dehnungsmessstreifen) befestigt. Wird ein Gewicht auf die Küchenwaage gelegt, verformt sich das winzige Metallstück minimal. Mithilfe des durch die Belastung auseinandergezogenen Streifens kann die Zustandsveränderung präzise gemessen werden. Danach wird das gemessene Gewicht auf der Anzeige oder dem Display ausgegeben. 
Präzisere Küchenwaagen arbeiten mithilfe der elektromagnetischen Kraftkompensation. In einem Permanentmagnetfeld wird durch eine Spule eine Gegenkraft erzeugt und diese entspricht genau der Last des Gewichts auf der Oberfläche. Mithilfe eines Regelverstärkers und eines Lagesensors hält die Waage das Gleichgewicht. Über ein Hebelsystem lässt sich mit einer geringen Gegenkraft eine wesentlich größere Kraft erzeugen. Danach wird der kraftproportionale Spulenstrom gemessen, in Masse umgerechnet und auf dem Display angezeigt.

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