Es ist Sommer und wir haben sechs Eismaschinen getestet, um leckeres Eis zu Hause herzustellen. Getestet haben wir drei Eismaschinen ohne Kompressor und drei Eismaschinen mit Kompressor. Die Eismaschine ohne Kompressor stammen von Unold, WMF und Krups, die Eismaschinen mit Kompressor sind von Severin, Springlane und Medion. Wir haben mit jeder Eismaschine ein Vanilleeis hergestellt und unser Augenmerk dabei auf die Handhabung und die Zubereitungszeit gelegt. Der Praxistest zeigt, wie sich die Maschinen im Einzelnen geschlagen haben. Preislich bewegen sich die Maschinen ohne Kompressor etwa zwischen 50 und 70 Euro, die Maschine mit Kompressor liegen eher zwischen 200 und 300 Euro.

Unser Video

Inhaltsverzeichnis

Der Eismaschinen-Test

Der folgenden Übersicht stellen wir noch einmal alle Eismaschinen aus unserem Praxistest gegenüber und zeigen die Vor- und Nachteile entsprechend auf.

NameKompressorVorteileNachteileFassungsvolumenShop
Springlane EmmajaSehr gutes Eisergebnis, einfache Bedienung1,5LShop
WMF KüchenminisneinSehr gutes Eisergebnis, sehr schnell, kompaktNur eine kleine Eismenge möglich0,3LShop
Severin EZ 7405jaSehr gutes EisergebnisHatte Probleme beim Rühren (nach dem erneuten Starten war alles gut)2,0LShop
Krups GVS241 neinGeringe Eismenge möglichEis etwas zu flüssig1,0LShop
MEDION MD 18387jaSehr gutes Eisergebnis1,5LShop
UNOLD 48855neinHöchste Eismenge ohne Kompressor, preiswert, Eis nicht komplett fest1,5LShop
Übersicht der Produkte aus unserem Praxistest

Die Vorbereitung

Im ersten Schritt mussten wir die Eisbehälter der drei Eismaschinen ohne Kompressor herausnehmen und sie für etwa 24 Stunden in den Gefrierschrank stellen. Der kleine Behälter der WMF-Eismaschine lässt sich dort gut unterbringen, doch er hat auch nur ein Fassungsvermögen von 300 Millilitern. Mit einem Volumen von 1,5 Litern ist der Behälter der Unold-Eismaschine deutlich größer und es kann schwierig werden, Platz für ihn im Gefrierfach zu finden. Der Behälter der Krups-Eismaschine liegt mit einem Fassungsvermögen von einem Liter etwa zwischen den anderen beiden. Sind die Eisbehälter gekühlt, kann der Test losgehen, denn die Kompressor-Eismaschinen sind sofort einsatzbereit.

Das Einfüllen

Für unseren Test haben wir eine Grundmasse für ein leckeres Vanilleeis hergestellt. Die Masse haben wir in alle Eismaschinen eingefüllt, wobei wir die Behälter jeweils etwa bis zur Hälfte befüllt haben. Alle Eismaschinen sind mit einem Rühr-Element ausgestattet und die Deckel haben eine Einfüllöffnung. Beim Einfüllen der Eismasse ist es am besten, den Deckel vollständig zu entfernen. In den Produktrezensionen wird oft bemängelt, dass die Einfüllöffnungen im Deckel nicht groß genug sind, um die Eismasse kleckerfrei einzufüllen. Tatsächlich kann leicht etwas daneben gehen, wenn die Eismasse durch die vergleichsweise kleine Öffnung eingefüllt wird. Es ist jedoch so, dass die Einfüllöffnung nicht zum Einfüllen der Eismasse gedacht ist, sondern sie soll es viel mehr ermöglichen, im Nachhinein Zutaten wie Obst, Schokodrops oder ähnliches zum Eis hinzuzufügen.

Die Bedienung

Alle Eismaschinen im Test lassen sich leicht bedienen, denn es gibt nicht viele Auswahlmöglichkeiten. Neben einem Ein- und Ausknopf gibt es nur die Möglichkeit, einen Timer einzuschalten, um die Zubereitungszeit festzulegen, und ein Display zeigt die Temperatur der Eismasse an. Die Eismaschine von Severin bietet als einzige die Möglichkeit, das Rühr-Element und die Frostfunktion getrennt voneinander einschalten. Die Bedienung erfolgt je nach Maschine über haptische Knöpfe, ein Touchdisplay oder einen Drehregler.

Bedienungselemente der Springlane Emma

Die Arbeitsweise der Eismaschinen

Hinsichtlich der Arbeitsweise unterscheiden sich die sechs Eismaschinen nicht wirklich voneinander. Alle Eismaschinen im Test kühlen die Eismasse herunter, während sie gleichzeitig kontinuierlich durchgerührt wird. Das dauerhafte Rühren soll Luft in die Masse bringen und dafür sorgen, dass das Eis cremig wird. Bei fünf Maschinen bewegen sich die Rührelemente, während bei der Eismaschine von WMF das Rühr-Element feststeht und sich die Schüssel dreht. Auf das Ergebnis hat das jedoch keinen Einfluss.

Der große Unterschied ist, dass die Kompressor-Eismaschinen die Masse aktiv kühlen, während die Eismaschinen ohne Kompressor auf die vorhergehende Kühlung im Gefrierfach zurückgreifen. Durch das aktive Kühlen verursachen die Kompressor-Eismaschinen mehr Abwärme, sodass es wichtig ist, darauf zu achten, dass die Maschine frei steht und eine gute Belüftung gewährleistet ist.

Die Zubereitungszeit

Laut Bedienungsanleitung der Geräte benötigen die Eismaschinen ohne Kompressor etwa 30 Minuten, um ein cremiges Eis herzustellen. Bei den Maschinen mit Kompressor liegt die angegebene Zubereitungszeit bei bis zu 60 Minuten.

In unserem Praxistest hat die Eismaschine von WMF schon nach 15 Minuten ein fast festes Eis hergestellt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Maschine mit 300 Millilitern bei weitem das geringste Fassungsvermögen hat, und da wir alle Maschinen nur zur Hälfte befüllt haben, nur etwa 150 Milliliter Eismasse in der Maschine waren. Bei den anderen Maschinen war die Eismasse nach 15 Minuten noch weitgehend flüssig, hier befanden sich jedoch jeweils etwa 500 bis 750 Milliliter Eismasse im Behälter. Nach 20 Minuten war das Eis aus der WMF-Eismaschine fertig und auch die anderen beiden Eismaschinen ohne Kompressor von Krups und Unold hatten ein weitgehend festes Eis hergestellt.

Bei den Eismaschinen mit Kompressor hatte die Medion-Eismaschine zu diesem Zeitpunkt die Nase vorn. Dazu ist allerdings zu sagen, dass sich die Severin-Eismaschine wahrscheinlich aufgrund eines Bedienfehlers unsererseits einmal ausgeschaltet hat und die Eismaschine von Springlane in der Mitte stand und von beiden Seiten die Abwärme der anderen Eismaschinen abbekommen hat.

Als zweites war nach etwa 40 Minuten die Eismaschine ohne Kompressor von Unold fertig, dicht gefolgt von der Eismaschine von Krups ebenfalls ohne Kompressor. Aufgrund der geringen Einfüllmenge lief die WMF-Maschine, die als erste fertig war, dabei etwas außerhalb der Konkurrenz.

Die Eismaschinen mit Kompressor brauchten erwartungsgemäß etwa 60 Minuten. In unserem Test war die Eismaschine von Severin als letzte fertig, doch das wird auf unseren Bedienfehler und darauf, dass die Maschine zwischendurch einmal ausgegangen ist, zurückzuführen sein.

Als Fazit ist zu sagen, dass die Eismaschinen ohne Kompressor mit einer Zubereitungszeit von 20 bis 40 Minuten deutlich schneller waren als die Eismaschinen mit Kompressor mit einer Zubereitungszeit von etwa 60 Minuten. Allerdings ist zu beachten, dass die Eismaschine ohne Kompressor nach der Zubereitung wieder eine Vorlaufzeit von 24 Stunden braucht, um den Behälter zu kühlen, während sich mit der Kompressor-Eismaschine sofort im Anschluss weiteres Eis herstellen lässt.

Das Eis

Hinsichtlich des Geschmacks und der Konsistenz hat uns das Eis aus allen sechs Eismaschinen überzeugt. Es gab bei keiner Maschine Mängel am fertigen Eis und es waren keine Unterschiede zu schmecken. Lediglich hinsichtlich der herzustellenden Menge gab es große Unterschiede. Die WMF-Eismaschine ist gut geeignet für Eis für maximal zwei Personen. Wer mehr Personen mit einer kalten Erfrischung versorgen möchte, muss zu einer Maschine mit einem größeren Fassungsvermögen greifen. Wer mehrere Eissorten hintereinander herstellen oder ganz spontan Eis machen möchte, ist mit einer Kompressor-Maschine, die keine Vorbereitungszeit benötigt besser bedient.

Fertiges, sehr schönes,Eis auf der Severin Eismaschine

Die Lagerung

Hinsichtlich der Lagerung des zubereiteten Eises konnten uns die Maschinen alle nicht überzeugen. Mit Ausnahme der Severin-Eismaschine haben die Kompressor-Eismaschinen im Test das Problem, dass das Rühr-Element im Behälter verbleibt. Zwar lässt sich das Eis nach der Zubereitung bei allen Maschinen gut vom Rühr-Element entfernen, doch bei der Entnahme von Eiskugeln ist es sehr störend. Außerdem klebt das Eis bei der Lagerung bei allen Maschinen stark an den Behältern an beziehungsweise es friert fest. Wir empfehlen daher spezielle Aufbewahrungsbehälter für Eis, die im Handel erhältlich sind.

Praktische Eisaufbewahrung

Fazit

Was das zubereitete Eis angeht, waren wir mit allen Maschinen zufrieden. Auch die Handhabung war bei allen Maschinen in Ordnung. Große Unterschiede gibt es beim Preis. Während die Eismaschinen ohne Kompressor für 50 bis 100 Euro erhältlich sind, kosten die Eismaschinen mit Kompressor 200 bis 300 Euro. Ob sich die Investition in eine teurere Eismaschine mit Kompressor lohnt, kommt stark auf die geplante Nutzung an. Wer regelmäßig größere Mengen Eis selbst herstellen möchte, kommt um eine Kompressor-Eismaschine nicht herum. Wer hingegen nur wenige Male im Jahr kleinere Mengen Eis macht, ist auch mit einer Eismaschine ohne Kompressor gut beraten. Vorteilhaft ist, dass die Maschinen ohne Kompressor deutlich kleiner sind und sich besser verstauen lassen.

Unsere Testsieger

Bei unserem Praxistest haben sich persönliche Testsieger herauskristallisiert. Bei den Eismaschine ohne Kompressor favorisieren wir die kleine Eismaschine von WMF. Wer Eis für eine oder zwei Personen herstellen möchte, trifft mit dieser Maschine eine sehr gute Wahl. Bei den kompressorbetriebenen Eismaschinen gefallen uns die Maschinen von Severin und Springlane etwas besser als die Maschine von Medion. Die Severin-Eismaschine ist etwas teurer als die Maschine von Springlane, hat mit zwei Litern jedoch auch ein größeres Fassungsvermögen. Ist ein Fassungsvermögen von 1,5 Litern ausreichend, ist die Eismaschine von Springlane unserer Meinung nach eine sehr gute Wahl.

Wissenswertes rund um Eismaschinen

Mit einer Eismaschine lässt sich ohne großen Aufwand Eis ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder andere unerwünschte Inhaltsstoffe, aber mit dem Lieblingsobst, Schokosplittern oder anderen leckeren Zutaten herstellen. Kein Wunder also, dass die Maschinen in immer mehr Küchen zu finden sind. Im folgenden Ratgeber erfährst du alles, was du rund um die Eismaschine wissen musst.

Welche Arten von Eismaschinen gibt es?

Bei Eismaschinen wird zwischen Maschinen mit Kompressor und ohne Kompressor unterschieden. Eine Eismaschine ohne Kompressor ist nicht in der Lage, die Eismasse selbstständig zu kühlen. Sie arbeitet mit einem Behälter, der bis zu 24 Stunden im Gefrierfach vorgekühlt werden muss. Dadurch ist es nicht möglich, spontan Eis zuzubereiten, es sei denn, es ist ausreichend Platz im Gefrierschrank vorhanden, um den Behälter dauerhaft dort zu lagern. Außerdem ist es nicht möglich, mit einer Eismaschine ohne Kompressor direkt hintereinander zwei unterschiedliche Eissorten herzustellen. Ist eine Eissorte fertig, muss der Behälter zumindest wieder 24 Stunden gekühlt werden.

Die Eismaschinen ohne Kompressor und deren Behälter die vorher 24h im Eisfach waren. Tipp: achtet drauf das der Behälter auch in euer Eisfach passt 😉

Tipp: Für manche Eismaschinen ohne Kompressor wie beispielsweise die kleine Eismaschine von WMF aus unserem Praxistest ist ein separater Behälter erhältlich. Damit lassen sich zwei Eissorten nacheinander herstellen.

Wer regelmäßig größere Mengen Eis herstellen und verschiedene Sorten nacheinander zubereiten möchte, benötigt eine Eismaschine mit Kompressor. Sie muss nicht vorgekühlt werden, sondern kühlt das Eis aktiv herunter. Dadurch ist sie flexibler nutzbar und bietet mehr Möglichkeiten.

Wie funktioniert eine Eismaschine?

Die Eismaschine kühlt die eingefüllte Eismasse, während sie sie regelmäßig durchrührt. Neben Rühren und Kühlen hat die Eismaschine in der Regel keine Funktionen. Das Rühren ist wichtig, damit die Eismasse cremig bleibt und keine Eiskristalle entstehen. Würde die Eismasse in einen Behälter gefüllt und ohne Rühren im Gefrierschrank gefroren werden, würde eine sehr harte Masse entstehen, die mit Eiskristallen durchgesetzt ist.

Wie lässt sich eine Eismaschine reinigen?

Die Reinigung der Eismaschine ist einfach. Die Maschine selbst kann mit einem feuchten Lappen abgewischt werden, während der Eisbehälter, der Deckel und das Rühr-Element nach der Nutzung gespült werden müssen. Bei manchen Eismaschinen ist es möglich, die abnehmbaren Teile in der Spülmaschine zu reinigen. Im Zweifel ist es jedoch besser, sie von Hand zu spülen.

Wo kann ich eine Eismaschine kaufen und was kostet sie?

Eismaschinen sind im Elektronikfachhandel, in gut sortierten großen Supermärkten und als Saison-Angebote oft auch im Discounter erhältlich. Darüber hinaus ist im Internet eine sehr große Auswahl an Eismaschinen erhältlich. Eine Eismaschine ohne Kompressor ist bereits für 50 bis 100 Euro erhältlich. Für eine Eismaschine mit Kompressor wird eine Investition von mindestens 200 bis 300 Euro fällig.

Fragen und Antworten

Welche Eismaschine ist besser?

Die Frage, ob eine Eismaschine mit oder ohne Kompressor besser geeignet ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt stark auf den individuellen Verwendungszweck an. Wer spontan und regelmäßig größere Mengen Eis herstellen möchte, trifft mit einer Eismaschine mit Kompressor eine bessere Wahl. Für die gelegentliche Zubereitung kleinerer Mengen ist eine Eismaschine ohne Kompressor gut geeignet.

Welches Fassungsvermögen muss die Eismaschine haben?

Auch beim Fassungsvermögen kommt es sehr stark auf die geplante Nutzung an. Ein Fassungsvermögen von 300 bis 500 Millilitern ist ausreichend für ein bis zwei Personen. Für eine Familie mit vier oder mehr Personen ist eine Eismaschine mit einem Fassungsvermögen von 1,5 bis 2 Litern geeignet.

Kann ich das Eis in der Eismaschine aufbewahren?

Zwar bieten manche Eismaschinen mit Kompressor die Möglichkeit, die Kühlfunktion separat einzuschalten, doch zur dauerhaften Aufbewahrung des hergestellten Eises ist das nicht geeignet. Nach der Herstellung muss das Eis, das nicht sofort verzehrt wird, im Gefrierschrank gelagert werden.

Welche Arten von Eis lassen sich in der Eismaschine herstellen?

In einer Eismaschine lässt sich Speiseeis in nahezu allen Geschmacksrichtungen herstellen. Im Internet und in speziellen Rezeptbüchern ist eine Vielzahl von Eisrezepten zu finden und darüber hinaus steht der persönlichen Experimentierfreudigkeit nichts im Wege. Manche Eismaschinen bieten neben herkömmlichem Speiseeis die Möglichkeit, Sorbets oder Softeis herzustellen.

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